Wir haben uns einmal überlegt, in welchen Situationen Jugendgruppen mit städtischen Behörden etwas zu tun haben könnten und versucht, die wichtigsten Fakten zusammenzuschreiben. Eine solche Liste kann nie vollständig sein: wenn Ihr Fragen zu diesen oder anderen Bereichen, Probleme mit einem städtischen Amt oder gute Tipps für andere Gruppen habt: wir sind an allem interessiert und helfen gerne!
     
    Stand der Infos ist: November 2012
     

    Inhalt (alphabetische Reihenfolge)


    Anmieten von Sporthallen & Sportplätzen

    Für die Vermietung ist das Sportamt zuständig. Herr Klement Tel. 86-2263
     
    Gebühren für die Nutzung betragen:
    Schulsporthallen:
    0,07 € pro m² pro Std.
    Friedrich-Sponsel-Halle, Sporthalle am Europakanal und Emmy-Noether-Halle:
    8,70 € pro Std. zuzüglich 19 MWSt.
    Karl-Heinz-Hiersemann-Halle, Sporthalle im Röthelheimpark:
    13,80 € pro Std. zuzüglich 19 MWSt.
    Mehrzweckräume und Konditionsräume:
    1,50 € pro Std.
     
     Die Gebühren für nicht-sportliche Nutzung (falls zugelassen) sind wesentlich höher.
     
    Bitte beachten:
    · Es dürfen nur saubere Turnschuhe getragen werden, die nicht abfärben.
    · Es herrscht Rauchverbot.
    · Verunreinigungen müssen vermieden bzw. selber beseitigt werden.
    · Für eine Versicherung ist selbst zu sorgen
     
    Das Genehmigungsverfahren dauert in der Regel zwei Wochen. Bei Sporthallen empfiehlt sich aber eine Reservierung deutlich vorher, insbesondere große Sporthallen sind recht gut belegt. Sinnvoll ist, für eventuelle Schäden eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, falls diese nicht über den eigenen Verband bereits besteht.
     

    Anmieten von städtischen Schulräumen und Pausenhöfen

    Für die Anmietung müsst ihr einen  schriftlichen, formlosen Antrag an das Schulverwaltungsamt stellen. Der Antrag sollte einen Ansprechpartner mit vollständiger Adresse, den Zeitpunkt der Anmietung mit Uhrzeit, den Zweck der Anmietung und das Objekt, das angemietet werden soll, enthalten.
    Kontakt:
    Frau Grawert, Tel. 86-2603
     
    Das Amt holt das Einverständnis von Schule und Gebäudemanagement ein und erteilt dann einen schriftlichen Genehmigungsbescheid. Dies gilt auch für die regelmäßige Nutzung von Schulräumen für Jugendgruppen.
    Die Gebühren für die Nutzung betragen:
    Schulräume:          0,10 € pro m² / Stunde
     
    Davon unabhängig ist mit dem jeweiligen Hausmeister direkt zu klären, ob und welche Entschädigung er für zusätzliche Reinigung, Aufsicht, Schließdienst etc. bekommt.
     

    Anzeige einer Veranstaltung - allgemein

    Wenn es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, oder eine private Veranstaltung öffentlich zugehbar ist.
    Ordnungs- und Straßenverkehrsamt:
    Frau Božić, Tel. 86-1682.
     

    Aufgrabungsgenehmigung

    Wenn z.B. ein Zelt im öffentlichen Verkehrsgrund befestigt werden muss.
    Ordnungs- und Straßenverkehrsamt:
    Frau Roth, Tel. 86-1653.
     

    Bauabnahme

    Ist ein Zelt größer als 75 m² oder eine Bühne größer als 100 m², benötigt man eine Bauabnahme.
    Bauaufsichtsamt:
    Herr Gurt, Tel. 86-1018.
     

    Nutzung der Meilwaldbühne

    Die Fläche ist für Privatfeiern, Zeltcamp, Openair gut geeignet.
    Wasser- und Stromanschlüsse sind vorhanden. Die Sanitäranlagen müssen bei Großveranstaltungen als mobile Einrichtungen bereitgestellt werden. Bei kleineren Veranstaltungen können die Toiletten der Jugendfarm (gegen Mietzins) mitgenutzt werden.
     
    Kein Lagerfeuer möglich - Landschaftsschutzgebiet.
    Keine festen Sitzmöglichkeiten.
    Mitgebrachte Grills können aufgestellt werden
    Kostenpflichtig: pro Tag 30,00 € / ermäßigt: 20,00 €
     
    Anmeldung/Auskunft:
    Spielplatzbüro im Kultur- und Freizeitamt
    Fr. Mönius, Tel. 862425
     

    Plakatierung

    Die „E-Werk Kulturzentrum GmbH“ plakatiert in Erlangen unter dem Namen „erlangen-plakate“ die Dreiecks-Ständer.
     
    Dauer der Plakatierung: 2 Wochen Bitte den Termin rechtzeitig vorher ausmachen.
    Anzahl der Plakate:
    mind. 20 bis max. 40 Plakate.
     
    Größe der Plakate:
    DIN A1 (594 x 841 mm) oder
    DIN A2 (420 x 594 mm)
     
     
    Kontakt und Anmeldeformular unter:
     
     

    Schulfrei

    Im Einzelfall für Mitarbeiterbildung, Jugendleitereinsatz und Teilnahme an Internationalen Begegnungen möglich. Für überörtliche Maßnahmen sollte eine Bescheinigung des bayerischen Kultusministeriums vorliegen (es reicht dann eine Bestätigung des Schulleiters).
    Auskunft: Schulverwaltungsamt Frau Grawert,  Tel. 86 2603
    Siehe dazu auch Seite 22.
     

    Sondernutzungserlaubnis

    Wenn eine öffentliche Verkehrsfläche (Straße / Gehweg / Platz) genutzt wird.
    Ordnungs- und Straßenverkehrsamt:
    Frau Bischoff, Tel. 86-2768.
     

    Straßensperre

    Wenn eine Veranstaltung auf einer Straße, einem Gehweg oder Platz stattfindet, braucht man eine Straßensperre, um andere Personen nicht zu gefährden.
    Ordnungs- und Straßenverkehrsamt:
    Frau Božić, Tel. 86-1682.
     

    Stromanschluss

    Erlanger Stadtwerke AG:
    Herr Wermund, Tel. 823-4283
    Herr Mayer, Tel. 823-4546.
     

    Terminmitteilungen im Amtsblatt

    Das Amtsblatt der Stadt Erlangen erscheint 14-tägig. Der Redaktionsschluss ist der jeweils letzten Ausgabe zu entnehmen. Die Termine können kostenlos eingestellt werden.
    Anmeldung/Abgabe der Mitteilung:
    Bürgermeister- und Presseamt, Postfach 3160, 91051 Erlangen, Frau Christa Fink, Tel.86 26 96
    presse@stadt.erlangen.de
    Anzeigenverwaltung:
    Anzeigen-Expedition H. Friedlhuber,
    Alfons-Stauder-Straße 12a, 90453 Nürnberg,
    Telefon 0911/6 32 42 38,
    Telefax 0911/6 32 59 04
     

    Tombola - Genehmigung

    Wenn eine Tombola veranstaltet braucht man dazu eine Genehmigung.
    Ordnungs- und Straßenverkehrsamt:
    Herr Penther, Tel. 86-2118
    Herr Neumann, Tel. 86- 2940
     

    Verkauf von Lebensmitteln/Getränken an die Öffentlichkeit

    Auskunft vom Amt für Veterinärwesen (Stand: April 2014): Eine Gesundheitsbelehrung für Ehrenamtliche bei Vereinsfesten etc. sei nicht mehr vorgeschrieben; das Staatsministerium empfiehlt, die Helfer mit folgendem Leitfaden aufzuklären bzw. zu schulen:
     
    Das Gesundheitsamt, das letzten Endes die Kontrollen macht, empfiehlt aber eine Belehrung der Mitarbeiter, die mit verderblichen Lebensmitteln umgehen (z.B. Grillen von Bratwürsten und Steaks, Torten, Salate,…). Die Gesundheitsbelehrung muss nach der Erstbelehrung alle 2 Jahre wieder aufgefrischt werden; diese Auffrischungsbelehrung muss dokumentiert werden:
     
    Mit dem Leiter des Gesundheitsamtes kann evtl. ein Sonderpreis verhandelt werden, wenn eine größere Gruppe an der Belehrung teilnimmt.
     
    Kontaktdaten: Herr Dr. Lederer 09131/7144419; Kosten normalerweise 15€ pro Person, ggf. günstiger möglich.
     
    Fazit: Die Gesundheitsbelehrung ist nicht (mehr) vorgeschrieben, wird aber empfohlen.
     
    Anmeldung/Auskunft:
    Amt für Veterinärwesen und gesundheitlichen Verbraucherschutz
    Tel. 86-2983, 86-2846, 86-1511, 86-2519, Schuhstr. 30
     

    Wasseranschluss

    Erlanger Stadtwerke AG:
    Frau Nendel, Tel. 823-4387.
     

    Werbung an Schulen für Jugendgruppen

    Das Aufhängen von Plakaten oder das Verteilen von Zetteln muss man sich durch den jeweiligen Schulleiter (bzw. das Schulsekretariat) genehmigen lassen. In jedem Fall verboten sind Werbungen für politische Parteien, politische Veranstaltungen, sowie kommerzielle Werbung. Nicht gerne gesehen wird das persönliche Werben in der Klasse, weil hierdurch Unterrichtszeit verloren geht.
    Auskunft: Schulleiter oder Schulverwaltungsamt Frau Grawert, Tel.86-2603.
     

    Zeltlager

    Es gibt etliche Jugendzeltlagerplätze, ihr findet sie im Internet auf den gleichen Seiten wie die Gruppenhäuser. Gerade in der nahen Umgebung von Erlangen, besonders in den Ferien hat man Probleme, einen geeigneten Platz zu finden. Auch wer sehr auf den Preis schauen muss, kann mit einem selbst gesuchten Platz wesentlich besser wegkommen, als mit einem festen Jugendzeltplatz.
    Etliches gibt es dabei zu beachten, zunächst einmal muss man einen geeigneten Platz finden. Hier kann folgende Liste helfen:
     
    Der Platz sollte
    · eine Brach- oder Weidefläche sein, frühestens nach dem ersten Mähen im Juni. Es gibt zahlreiche durch die EU-Politik brachliegende Flächen, die sich anbieten
    · eine ebene Grasfläche sein, sonst läuft bei Regen das Wasser durch die Zelte
    · abseits von befahrenen Straßen liegen (Gefahr, Lärm)
    · abseits von Siedlungen liegen, wenn man nicht auf die eigene Lautstärke achten will
    · Idealerweise am östlichen Waldrand liegen, (Windschutz, Morgensonne trocknet Zelte schnell)
    · eine Möglichkeit zum Wasserholen oder einen Wasseranschluss in der Nähe haben
    · nicht im Naturpark, Naturschutzgebiet oder Wasserschutzgebiet liegen, dort ist das Zelten meist verboten
    · kein flächenhaftes Naturdenkmal oder eine ökologisch besonders wertvolle Fläche darstellen, da dort das Zelten meist nicht genehmigt wird
     
    Als nächstes muss man den Eigentümer des Grundstücks herausfinden, denn von ihm braucht ihr in Deutschland unbedingt eine (möglichst schriftliche) Erlaubnis. Die ist notwendig, denn nicht selten wird die Polizei oder der Förster von Jagdpächtern, Waldbesitzern, übereifrigen Nachbarn, informiert. Dann könnt ihr eure Erlaubnis vorlegen. Auch das Zelten auf staats-, landes- oder gemeindeeigenem Grund ist ohne Erlaubnis nicht gestattet.
     
    Wenn sich der Eigentümer bei Nachfrage im nächsten Hof nicht finden lässt, kann man den Bürgermeister oder die Gemeindeverwaltung fragen. Erklärt dem Landbesitzer unbedingt genau was Ihr vorhabt, Größe der Gruppe, Gräben, größere Lagerbauten, Feuer, Lärm, Toiletten. Damit es später keinen Ärger mit ihm gibt. Erzählt ihm auch, dass Ihr schon viel Erfahrung mit Zeltlagern habt und gegebenenfalls eine Erlaubnis von Behörden einholen werdet, das beruhigt viele. Wenn man ihm in Aussicht stellt, seinen Milch-, Eier-, Gemüse- und/oder Obstbedarf für das Lager bei ihm zu decken, kann es leichter sein, eine Erlaubnis von ihm zu bekommen. Falls eine schriftliche Erlaubnis eingeholt wird, sollte man diese vorher vorbereiten, um so kürzer desto besser, ein Satz „Ich erlaube der Gruppe xxx vom xxx bis xxx auf meinem Grundstück Flurnummer xxx zu zelten und ein Feuer zu schüren. Unterschrift“ auf eurem Briefkopf genügt.
     
    Die Einrichtung von vorübergehend genutzten Jugendzeltlagern ist leider nicht mehr genehmigungs- und erlaubnisfrei. Die entsprechende Ausnahmeregelung ist ausgelaufen. Man muss also neben einer Genehmigung des Grundstückseigentümers auch eine der zuständigen Gemeinde oder beim zuständigen Amt für Ordnung (im Landratsamt) nach §25 des Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LSVG) einholen.
    Zusätzlich braucht man eine Genehmigung, wenn man Feuer weniger als 100m vom Wald- oder Buschrand entfernt schüren will.
    Nächtliche Feuer sollte man bei der zuständigen Gemeinde melden, sonst bekommt man schnell Besuch von der Feuerwehr.
     
    Dies alles sollte man spätestens einen Monat vorher machen. Man bekommt dann meistens einen Katalog mit Auflagen und das ganze kostet je nach Antragsteller (betont, dass Ihr ein Zeltlager für Kinder und Jugendliche plant und ehrenamtlich arbeitet!) zwischen 0,-€ und 100,-€. Der Preis und die Auflagen sind wohl auch stark vom Sachbearbeiter im Ordnungsamt abhängig, man kann eben Glück oder Pech haben ... . Überlegt Euch vorher genau, ob Ihr wirklich gleich einen formalen Antrag stellt (stellen müsst) oder nur mal das O.k. des Bürgermeisters einholt, das reicht oft auch. Letzteres geht schneller, ist kostenlos und Ihr habt keine strengen Auflagen, deren Einhaltung dann auch gelegentlich kontrolliert wird.
     
    Die Auflagen des Ordnungsamtes werden etwa folgenden Inhalt haben:
    · die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser ist sicherzustellen, das kann man mit geeigneten Schläuchen oder Kanistern machen
    · Abwässer und Fäkalien dürfen nicht in den Untergrund eingeleitet werden, der Donnerbalken und die Sickergrube werden nur noch selten genehmigt. Hier empfehlen sich Güllewagen eines Bauern und Mobiltoiletten. Letztere kann man bei Unternehmen mieten (in den gelben Seiten unter Toilettenvermietung nachgucken), die sich auch um die Entsorgung kümmern. Das ist bequem, allerdings ziemlich teuer. Wer sich selber um die Entsorgung und Transport kümmern und damit viel Geld sparen will, sollte mal beim nächsten Bauhof oder der Feuerwehr nachfragen - die haben oft so etwas.
    · Abfälle sind in geeigneten Behältnissen - Müllsäcke des Landkreises - zu sammeln und der Abfallbeseitigung zuzuführen.
    · Weitere Auflagen können den Schutz der Natur, den Lärm, die Einhaltung von Hygieneregeln, das Abstellen von Autos ... betreffen.
     
    Bei Feuergenehmigungen (weniger als 100m vom Wald) kommt etwa folgender Katalog hinzu:
    · größtmöglicher Abstand zum Wald
    · ständige Beaufsichtigung von einer erwachsenen Person
    · maximale Flammenhöhe (etwa 2m)
    · sofortiges Löschen des Feuers bei starkem Wind oder gefährlichem Funkenflug
    · Bereithalten von Löscheinrichtungen  wie Feuerlöscher, Wassereimer, Feuerpatschen, oft wird das Löschmittel auch vorgeschrieben
    · es dürfen keine Abfälle verbrannt werden
     
    Obiges gilt nur für Bayern, in anderen Bundesländern gelten oft ähnliche Bestimmungen.
     
    Übrigens: in einigen europäischen Ländern ist das Zelten außerhalb der Sichtweite von Bebauung auch ohne Erlaubnis des Eigentümers erlaubt, „Jedermanns-recht“. Das gilt für Schweden, Norwegen und Frankreich. In der Türkei und Rumänien ist es erlaubt, aber gefährlich  und nicht empfehlenswert. Ähnlich wie in Deutschland ist es in Belgien, Finnland, Italien, Österreich, Polen und der Schweiz. Verboten ist das wilde Zelten in Dänemark, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Slowenien, Ungarn, den CSSR- und GUS-Nachfolgern, GB, Niederlande, Luxemburg und Zypern.